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08.04.2017 - MU15: Déjà-vu

Eine wiederholt taktisch gute erste Hälfte liess uns lange am Sieg gegen den neuen Tabellenführer schnuppern – leider nur schnuppern. Denn diesmal mussten wieder mit einem essentiell geschwächten Kader antreten – diesmal aber ungewollt. Der so logische Kraftverschleiss an Körper und besonders Geist in den ersten dreissig Minuten war leider nicht zu kompensieren.

Die Bedingungen vor dem Spiel waren gleich. Wir mussten auf unsere beiden besten Abwehr- und Angriffsspieler inkl. unserem Motor verzichten. Dazu war Gregor im Goal nur im Notfall einsatzbereit, da ihn eine Fussverletzung plagte. Die Futuros aus Gossau traten auch ohne drei Stammspieler an, jedoch hatten sie ihre beiden besten Torschützen an Bord. Die Hypothek aus dem Hinspiel war enorm, so hatten wir zu Beginn der Rückrunde mit 19 Toren Differenz verloren. Doch wollten wir auch in diesem Spiel zeigen, dass wir uns im Laufe der Finalrunde überproportional entwickelt haben.

Zu Beginn war das Spiel ausgeglichen. Wir agierten mit einer versetzen 5:1 und später 5:1 auf den besten Shooter der Futuros. Dies behagte Gossau genauso wenig, wie das harzfreie Spielgerät. Im Angriff spielten wir einfach, aber taktisch sauber und gradlinig. Zu Beginn hatten wir etwas Schwierigkeiten, doch hat uns hier Timon mit zwei schönen 1:1 Aktionen in Lauerstellung gehalten. Mit zunehmender Dauer der ersten Hälfte wurde Gossau auf Grund der 5+1 Deckung immer unruhiger und wir mutiger. Mirco im Goal hielt sich gut an das prognostizierte Wurfbild, vor allem vom Mittelmann und der rechten Angriffseite. Vorne waren es vor allem John im 1:1 und Aimen mit seinen für das Level MU15 und ohne Harz gewaltigen Kernwürfen und Schlenzern. Zur Halbzeit konnten wir mit einer 14:10 Führung in die Kabine gehen. Mit mehr Konsequenz hätte die Führung aber höher ausfallen können oder müssen.

Zur zweiten Hälfte war klar, dass die Futuros ein anderes Bild zeigen würden, vor allem geistig und körperlich. So trainieren die meisten Gossau mindestens doppelt so oft wie wir und teils schon im Elitekader. Dazu ist der Goalie kein Futuro mehr, hat aber schon als Futuro in der letzten Saison Eliteluft als Stammkeeper in der Hinrunde geschnuppert. Vor allem er und unsere leider zu inkonsequenten Abschlüsse in der zweiten Hälfte sorgten für den Aufschwung der Futuros. In den ersten zehn Minuten haben wir vier völlig freie Würfe vergeben und den Rest hielt der Gästegoalie teils überragend. Dazu zogen wir unsere Struktur im Angriff leider nicht durch und verfielen zu Beginn in zu viele 1:1 Aktion auf der Rückraummitte. Somit musste Joey schnell wieder ins Spielgeschehen eingreifen. Die Abwehr war zwar noch konsequent, doch war man ab und zu den einen Schritt zu langsam und weiter wurde das Wurfbild nicht mehr Konsequent nachverfolgt. Wir wurden somit nervöser und die Futuros immer mutiger. Dies aber auch auf Grund der grösseren Trainingsintensität beim Gegner. Zur Mitte der zweiten Hälfte stellte sich Gossau ganz auf unsere Abläufe ein, wodurch keine klaren Tormöglichkeiten mehr zu Stande kamen. Noah vom 2er links hatte hier zwar noch zwei wunderschöne Aktion, doch merkt man ihm noch die erst drei Monate als Handballer an. Genau in diesem Moment fehlten leider die Alternativen, die die Freiräume mehr oder minder problemlos hätten nutzen können. Ohne diese Alternativen erfolgte leider wieder das Déjà-vu – eine Halbzeit den Gegner beherrscht, aber leider wegen dem über die Finalrunde konstant reduzierten Kader nicht 60 Minuten gegenhalten können. Dennoch zeigt das Spiel auf, dass wir jeden schlagen können, sofern komplett und über 60 Minuten strukturiert und geradlinig. Zwei Chancen gibt es noch, die wir nutzen wollen. Am 06.05. geht es gegen Arbon in Arbon und am 07.05. gegen KJS Schaffhausen in Goldach. An diesen Spielen sollten alle Verletzungen auskuriert sein und somit eine kompletter Kader zur Verfügung stehen.

Hopp GoRo

 

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